Geschichte von St.Godehard

15_St_Godehard_1.jpg
Blick von der Godehardstraße

1863 beginnt in Folge der Industrialisierung in Hemelingen, das damals noch nicht zu Bremen, sondern zu Preußen gehörte, katholisches Gemeindeleben. Das Bistum Hildesheim richtet eine Seelsorgestelle ein, zunächst mit Gottesdiensten und Schulbetrieb in einem Lagerschuppen. Das Gemeindeleben wird geprägt von Menschen, die zuziehen und in Hemelingen Arbeit und Heimat finden. Ein Grundstück für Schule und Kirche wird gekauft, ein Friedhof eingerichtet und Gebiete bis Zeven, Achim und Bremervörde betreut.

1896 wird auf dem neu erworbenen Grundstück ein Schulgebäude errichtet. Ein schlichter erdgeschossiger Backsteinrohbau mit Satteldächern und Segmentbogenfenstern, bis 1919 bereits mehrfach erweitert. 1938 wird dieses Gebäude verstaatlicht; der ursprüngliche Kernbau ist heute durch Anbauten stark verändert. 1899/1900 wird nach den Plänen der Bremer Architekten Wellermann und Frölich (deren einziger bekannter Kirchenentwurf) die Kirche im neuromanischen Stil, mit roten Backsteinen verkleidet, errichtet. 1986/87 werden Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten der Kirche unter der Leitung des Architekten Döpkens vorgenommen. 1910/1911 wird das Pfarrhaus, ebenfalls ein Backsteinhaus, auch nach Plänen der Architekten Wellermann und Frölich, erbaut.

1970 werden die Bistumsgrenzen den politischen Gegebenheiten angepasst, die katholische Gemeinde St. Joseph, der erste Namenspatron der Kirche Hemelingen, wechselt vom Bistum Hildesheim zum Bistum Osnabrück und wird, wegen Namensdoppelung, zur "Katholischen Gemeinde St. Godehard".

Ab 2007 bilden die vier Gemeinden des Bremer Ostens einen gemeinsamen Pastoralen Raum mit dem übergestellten Namen St. Raphael, für die Kirche bleibt der Name St. Godehard.

 

16_St_Godehard_2.jpg
Pfarrhaus, Kirche und Gemeindezentrum

22_St_Godehard_Josephsfenster.jpg
Der erste Kirchenpatron war der Hl.Joseph (Fensterbild in der Beichtkapelle)