Sommerzeltlager 2014
Dienstag, 19. August 2014

Das diesjährige Zeltlager unserer Gemeinde fand in der Zeit vom 2. bis 16. August auf dem Jugendzeltplatz am Lippesee bei Paderborn statt. Es wurde von insgesamt achtzehn Personen geleitet, im einzelnen zwei Lagerleitern, drei weiteren Erwachsenen im Küchenteam, zwei Jugendleitern im sogenannten „Technischen Stab" und elf Gruppenleiter/innen für die sechs Gruppen, nämlich jeweils drei Mädchen- und Jugendgruppen. Insgesamt fuhren 55 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit. Sie sind am Sonntagmorgen (2.August) mit dem Reisesegen von Pfarrer Dau gegen 13 Uhr in Bremen aufgebrochen. Ein Vortrupp zum sechzehn Personen hatte bereits ab Donnerstag das Ferienlager vorbereitet und die Zelte aufgebaut. Als Teilnehmer waren in der Ausschreibung Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 11 und 15 Jahren aus St.Raphael angesprochen. Aber auch nicht zur Kirchengemeinde gehörende Kinder konnten mitfahren. Der Bremer Osten, dem die Gemeinde zugehört, ist gekennzeichnet durch eine schwierige soziale Lage, wie getrennt lebende Eltern und somit Alleinerziehende, beengte Wohnverhältnisse, Arbeitslosigkeit oder Sprachproblemen bei Aussiedler- und Flüchtlingsfamilien. Einige Teilnehmer/innen stammen aus Familien mit großen finanziellen Problemen, was an den vielen Anträgen auf Familienbeihilfe an die Daniel-Schnackenberg-Stiftung zu erkennen ist.

 

Die Vorbereitung des Zeltlagers begann bereits im Februar mit einem Wochenende in Steinkimmen, bei dem Grundsätzliches sowie das Programm festgelegt und bereits einzelne Programmpunkte vorbereitet wurden. Es gab drei weitere große, gemeinsame Vorbereitungstreffen sowie zahlreiche kleinere Treffen zur Gestaltung einzelner Programmpunkte. Für die Teilnehmer/innen und Eltern gab es einen Informationsabend.

 

Die schwerpunktmäßig diakonale Zielsetzung unser Ferienfreizeit lässt sich daher wie folgt formulieren: Die Teilnehmer/innen sollen die Möglichkeit haben, sich für zwei Wochen aus ihrem sozialen Umfeld zu lösen, ihrem Entwicklungsstand angemessene Aktivitäten erleben und sich erholen. Sie sollen sich in eine Gemeinschaft einfügen, Gemeinschaftserlebnisse haben, den Umgang mit Konflikten erlernen und die Tage gemeinsam sinnvoll gestalten. Außerdem sollen sie ein Leben mit dem Glauben erfahren.

 

Für diese Ziele war das Zeltlager eine sehr geeignete Form der Ferienfreizeit: Die Teilnehmer/innen lebten in sechs Gruppenzelten mit jeweils zwei Gruppenleiter/innen. Das separat stehende „Zelt der Stille", das mit christlichen Symbolen eingerichtet und mit religiöser Literatur ausgestattet war, lud zur Besinnung ein und bot den Kindern Fundstellen für die von ihnen vorgetragenen, den Tag begleitenden Gebete. In dem auf dem auf dem Platz befindlichen Gebäude wurde mit Material der Kirchengemeinde und des Malteser-Hilfsdienstes ein Küchenbetrieb eingerichtet. Das hier zubereitete Essen war so lecker und reichhaltig und wurde optisch so ansprechend und phantasievoll angeboten, dass die Kinder und Jugendlichen es ausdrücklich lobten und sich noch lange daran erinnern werden. Eine Feuerstelle war der zentrale Versammlungsort, an dem sich die Lagergemeinschaft zusammenfand. Auf in unmittelbarer Nähe befindlichen Spielfeldern für Volleyball und Fußball sowie an einer Tischtennisplatte, einem Kickergerät und einem Leitergolfspiel konnte gespielt werden. Der zentrale Platz vor den Zelten wurde zu weiteren Gemeinschaftsspielen genutzt. Zusätzlich hatten alle Teilnehmer/innen die Möglichkeit, sich mit Spielzeugen und Gemeinschaftsspielen zu unterhalten.

 

Der Tagesplan sah neben den Hauptmahlzeiten und einer nachmittäglichen „Tea-Time", den Dienstzeiten (z.B. Toilettendienst oder Holzdienst) und freien Zeiten je eine Programmeinheit am Vormittag, am Nachmittag sowie am Abend vor. Diese wurde wie folgt gestaltet:

 

Tagesprogramm:

Gruppenweises Erstellen von Bannermasten, Müllbehältern, Schuhablagen sowie Gestaltung des Gruppenbanners

Sportturniere und Wettkampfspiele

Gruppenwanderungen in die nähere Umgebung

Waldspiele und Parcour-Läufe in großen und kleinen Gruppen

Bastelangebote

Thementag „Super-Mario" mit kreativen Einheiten

Badetag am Lippesee

Ausflug nach Schloss Neuhaus mit Leiterversteckspiel und Orts-Rallye

 

Abendprogramm:

Lagerfeuer mit Singen und Spielen

Abendshows

„Tagesschau" mit aktuellen Bezügen zum Lagerleben

Film über das Lager in Form von Trash-TV

Nachtwanderung

Nacht-Meditationsgang

Nachtwachen

 

Religiöser Rahmen:

Gemeinsames Beten vor den Mahlzeiten

Meditative Texte bzw. Gebete zur Nascht

Sonntagsgottesdienst mit Pastor With

Zelt der Stille

 

Zur Nachbereitung der Freizeit fanden innerhalb der Gruppen sowie im Leitungsteam Reflexionsgespräche statt. Ende September wird eine Zeltlagerfete für die Teilnehmer/innen stattfinden, bei der auch Bilder vom Zeltlager gezeigt werden. Außerdem wird es einen Rückblick im Freizeitengottesdienst („Coming-Home-Gottesdienst") am 14.September in St. Antonius geben, zu dem alle eigeladen sind.