Gesprächsreihe in der Fastenzeit „Höre und Staune"
Donnerstag, 03. April 2014
Mit dem Gedanken „Höre und Staune" lud St.Raphael an fünf Abenden in der Fastenzeit ein, um über das Evangelium des folgenden Sonntags nachzudenken und Gedanken auszutauschen.

In der Einladung hatten wir geschrieben:

Die Fastenzeit kann dem einzelnen Christen als Weg der Besinnung und inneren Anschauung dienen. Um einerseits ein eigenes, dafür passendes Instrumentarium zu finden, seine entsprechenden Antennen auszurichten und andererseits den fruchtbaren Austausch der Gemeinde erfahrbar zu machen, möchten wir in St.Raphael an fünf Abenden einen offenen Gesprächsrahmen anbieten. Wir orientieren uns dabei an dem jeweils folgenden Sonntagsevangelium und wechseln bewußt immer den Ort, um uns symbolisch auf den Weg zu machen und durch ganz St.Raphael zu wandern. Ihnen ist es überlassen, wie oft und an welchen Orten Sie dabei sein können/mögen. Inhaltlich wird es sowohl Impulse geben als auch den Freiraum des Miteinandererlebens und Entwickelns. „Hören" setzt dabei ein „Staunen" voraus: Wir wollen unsere Sinnesorgane schärfen und befreien von vorgefertigten und antrainierten Wahrnehmungen unserer Wirklichkeit und es wagen, neu zu sehen, was da ist. Das „Staunen" hilft dabei als Haltung der Offenheit und Freude. Es ist möglich, aus der jeweiligen Veranstaltung heraus Impulse für den kommenden Sonntagsgottesdienst zu formulieren. Alle wechselnden und wiederkehrenden Teilnehmer/innen sind herzlich eingeladen zu dieser Glaubensreflexion und besonderen Vorbereitung auf Ostern:

- Donnerstag, 6.März von 19.30 bis 21.00 Uhr ist St.Antonius
- Donnerstag, 13.März von 19.30 bis 21.00 Uhr ist St.Thomas
- Donnerstag, 20.März von 19.30 bis 21.00 Uhr ist St.Godehard
- Donnerstag, 27.März. von 19.30 bis 21.00 Uhr ist St.Hedwig
- Donnerstag, 3.April von 19.30 bis 21.00 Uhr ist St.Laurentius


Am ersten Abend setzten wir uns zunächst mit unseren Hörgewohnheiten auseinander:

Wie reagiere ich, wenn ich im Gottesdienst eine Lesung oder ein Evangelium höre, vielleicht auch einen mir (gut) bekannten Abschnitt. Alle Teilnehmer/innen wurden gebeten, die folgenden Kärtchen in eine für Sie stimmige Reihenfolge zu ordnen:

- „Kenne ich."
- „Ich weiß, wie es weitergeht."
- „Nichts Neues."
- „Berührt mich."
- „Ach, das schon wieder!"
- „Ich habe Überraschendes herausgehört."
- „Ärgert mich."

Anschließend sprachen wir über diese Impulse:

- Würde es mich freuen, aus einem Schrifttext etwas Neues herauszuhören?
- Möchte ich einem Schrifttext so zuhören: „Was gibt es Neues von Gott?"
- Kann mich noch etwas überraschen?
- Muss ich vielleicht anders zuhören?

Zwei Abschlussgedanken:

- Kann ich biblischen Texten zuhören, ohne ins Staunen zu komme?
- Kann ich ins Staunen kommen, wenn ich nicht wirklich zugehört habe?