Begegnung der Nationen
Sonntag, 19. Februar 2012

Christen aus über 60 Nationen leben in unserem Pastoralen Raum St.Raphael. Besonders sichtbar wird dies in den Gottesdiensten in St.Hedwig. Im Rahmen seiner Visitation hat Weihbischof Kettmann am Sonntag, 19.Februar eine besonders gestaltete Sonntagsmesse in St.Hedwig gefeiert. Den großen Einzug in die Kirche begleiten Trommler und Sängerinnen aus Eriträa mit landestypischen Rhythmen, Gesängen und Trillern. Auch die koreanische, die vietnamesische und die polnische Sprachgruppe sangen Lieder in ihren Muttersprachen. Die Lesungen wurden auf spanisch und russisch vorgetragen. Besonders beeindruckend war der Gabengang, als nämlich Christen aus Kroatien, Peru, Ghana, Portugal, Sri Lanka, dem Irak, den Philippinen und anderen Ländern ihre Gaben zum Altar trugen. Weihbischof Kettmann nannte in seiner Predigt die Vielzahl der Nationen einen besonderen Schatz der Kirche und wies auf den großen Integrationsbeitrag hin, den viele Gemeinden für die Gesellschaft geleistet haben und weiterhin leisten.


Nach dem Gottesdienst luden Vertreter der verschiedenen Nationen Weihbischof Kettmann zu einem Buffet ins Pfarrheim ein, zu dem viele Gruppen kulinarische Spezialitäten beigetragen hatten. Im anschließenden Gespräch erinnerte Weihbischof Kettmann an seine erste Begegnung vor acht Jahren, die ihm tief im Gedächtnis geblieben sei. Jetzt zeigte er sich besonders daran interessiert, wie jeder Einzelne die deutsche Kirche bei seiner Ankunft erlebt hätte. Viele berichteten, dass ihnen deutsche Gemeinden anfangs recht kühl erschienen, dass sie dann aber in St.Hedwig und den weiteren früheren Einzelgemeinden des Pastoralen Raumes eine große Gastfreundschaft erlebt hätten und sich nun sehr gut aufgenommen fühlen. So finden allen in St.Hedwig regelmäßig Gottesdienste und Treffen in polnischer, koreanischer, vietnamesischer und eriträischer Sprache statt. In vielen liturgischen und katechetischen Diensten sind Christen ausländischer Herkunft inzwischen selbstverständlich geworden. Der Schritt zur Mitarbeit im Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand steht aber noch aus. Mit Weihbischof Kettmann teilen sie die Sorge um eine zeitgemäße Weitergabe des Glaubens an die nachfolgenden Generationen.

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 Gruppenbild mit Weihbischof Kettmann vor dem Pfarrzentrum

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Ein Blick auf das reichhaltige Buffet