Letztes Geleit auf dem Osterholzer Friedhof
Montag, 05. Januar 2009

In einer Großstadt wie Bremen sterben jeden Monat etwa sieben bis zehn Bürgerinnen und Bürger, für die sich kein Verwandter findet, der die Bestattung veranlassen und begleiten könnte. Diese Verstorbenen werden „von Amts wegen" beerdigt. Bis vor einigen Jahren geschah dies völlig anonym durch Mitarbeiter des Friedhofsamtes. Seit nun mehr als drei Jahren hat sich auf Initiative einiger Bestattungsunternehmen und der beiden großen christlichen Kirchen sowie einer Reihe Bremer Bürgerinnen und Bürger das „Letzte Geleit" gebildet.

Jeweils am ersten Montag im Monat findet um 10.00 Uhr in der Südkapelle des Osterholzer Friedhofs für die in den vergangenen Wochen Verstorbenen eine gemeinsame Trauerfeier statt, bei der die Namen der Verstorbenen vorgetragen und für sie gebetet wird. Mehr als Name, Geburts- und Sterbedatum ist von den Verstorbenen nicht bekannt, keine Adresse, keine Religionszugehörigkeit, kein Schicksal. Die Bestattungen selber finden als Zubettungen auf bereits bestehenden und von der Stadt verwalteten Grabstellen statt.

Seelsorger der evangelischen und katholischen Kirche wechseln sich in der Leitung ab; eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern nimmt teil. Für die Katholische Kirche nehmen wir diesen Dienst etwa viermal jährlich wahr. Alle Termine veröffentlichen wir im Pfarrbrief. Sie sind herzlich eingeladen, diesem Ehrendienst durch Ihre Teilnahme zu unterstützen.