Startgottesdienst
Montag, 01. Januar 2007

Am Neujahrstag feiert die Gemeinde St.Raphael mit einem festlichen Gottesdienst in der Kirche St.Thomas ihre Entstehung. Zu diesem Anlass war ein Chor aus allen Standorten zusammengestellt worden, der sich mit viel Engagement sowohl in einzelnen als auch in gemeinsamen Proben vorbereitet hat. Außerdem sind die liturgischen Dienste mit Gemeindemitgliedern aus allen Ursprungsgemeinden besetzt. Die Fürbitten waren von den Vertreterinnen und Vertretern der sogenannten „Kategorien" vorbereitet worden. Um die neuen Strukturen zu verdeutlichen, wird die Kollekte für die Neuanschaffung von Büchern in den beiden Kindertagesstätten und der St.-Antonius-Schule gehalten.

Den Neujahrstag beginnt die Kirche immer mit dem schönen Segensgebet, das Gott durch Mose dem Aaron gibt. Diesen Segen hörten wir als erste Lesung.

In der zweiten Lesung aus dem Buch Tobit wird deutlich, dass Raphael in dieser Erzählung die segnende, begleitende Hand Gottes für Tobias und Sara ist, die aber auch uns einen gewichten Auftrag mitgibt: „Es ist gut, das Geheimnis eines Königs zu wahren; die Taten Gottes aber soll man offen rühmen. Tut Gutes, dann wird euch kein Unglück treffen. Es ist gut, zu beten und zu fasten, barmherzig und gerecht zu sein. Lieber wenig, aber gerecht, als viel und ungerecht. Besser barmherzig sein als Gold aufzuhäufen!" (Tobit 12,7-8)

In seiner Predigt geht Pfarrer Wilken auch auf einige Gedanken aus dem Buch „Kirche, die über den Jordan geht" von Christian Henneke ein, der einige Jahre Pfarrer in Achim war. Darin heißt es: Wie in der Bibel gibt es auch heute Kundschafter, die von Expeditionen ins Verheißene Land berichten. Henneke sagt, er möchte mit seinem Buch einladen, der Führung Gottes zu vertrauen, also: aus der Wüste auszubrechen, den Jordan zu überschreiten und den Einzug in das noch weithin unbekannte Land der Verheißung zu wagen.

Das sollte mit diesem Gottesdienst am Anfang des Jahres geschehen, mit dem der gemeinsame Pastorale Raum St.Raphael begonnen wird. Wir gehen unter dem Patronat des Erzengels Raphael in diese neue Zeit.

Pfarrer Wilken beendet seine Predigt mit einigen Gedanken aus China: „Ich sagte zu dem Engel, der an der Pforte des neuen Jahres stand: Gib mir ein Licht, damit ich sicheren Fußes der Ungewissheit entgegengehen kann. Aber er antwortete: Geh nur hin in die Dunkelheit, und leg deine Hand in die Hand Gottes! Das ist besser als ein Licht und sicherer als ein bekannter Weg!"

 

Erfreulich ist die starke Präsenz von Pastorinnen und Pastoren der evangelischen Nachbargemeinden. Sie überreichen uns unter anderem eine selbst gestaltete Kerze, die seitdem bei besonderen Gelegenheiten (z.B. den Wegegottesdiensten) angezündet wird. Der abschließende Empfang war sehr liebevoll vorbereitet worden. So gab es beispielsweise „Rafaello-Engel", die aus der beliebten Süßigkeit hergestellt worden waren.