Wegegottesdienst in St.Antonius
Montag, 12. Februar 2007

Die Aufmerksamkeit beim Wegegottesdienst soll dem Kirchenraum gelten - und dann beginnt der erste von ihnen im Dunkeln! In einem längeren Orgelstück wird der Gemeinde zunächst die Orgel in ihrer gesamten Spannbreite vorgeführt, und so ergibt sich die erste Begegnung über das Hören.

Doch dann gibt es auch einiges anderes zu sehen und zu entdecken. Gott begegnet uns in vielen Bildern und Namen - die Antoniuskirche lebt von einer Fülle bildlicher Darstellungen: Bronzedarstellungen (am Priestersitz übrigens eine Raphael-Tobias-Szene) und bunte Emaillebilder des Künstlers Egino Weinert; außerdem - neben den modernen Fenstern - Kirchenfenster mit Heiligen, mit den Symbolen der Evangelisten, mit apokalyptischen Darstellungen sowie den „Sieben Werken der Barmherzigkeit".

Die Vielzahl der Gottesnamen kann die Gemeinde eindrucksvoll erleben im Beten der „Namen-Gottes-Litanei" aus den drei um den Altarraum angeordneten Bankblöcken heraus. Hier zeigt sich, wie die Raumgestaltung auch Einfluss auf die Art der gottesdienstlichen Feier hat: Gemeinde ist nicht nur gemeinsam nach vorne gerichtet - man kann sich auch sehen und etwas zurufen, man kann auch im Gottesdienst den Blickwinkel verändern.

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Bronzerelief am Priestersitz: Raphael und Tobias (mit Fisch)